Der Inn ist einer der längsten und mächtigsten Alpenflüsse Mitteleuropas. Er fließt durch die Schweiz, Österreich und Deutschland und ist rund 517 Kilometer lang. Seine Quelle liegt nordöstlich des Passes Lunghin im Schweizer Oberengadin auf 2.564 Metern Höhe, oberhalb des Lunghinsees.
In der historischen Stadt Innsbruck, die ihren Namen dem Fluss verdankt – „Brücke über den Inn“ –, war der Inn einst eine bedeutende Handelsroute und prägt bis heute das Stadtbild.
Der Inn ist der viertwasserreichste Fluss Deutschlands und der zweitwasserreichste Österreichs. In seinem Einzugsgebiet liegen mehr als 800 Gletscher, die gemeinsam mit Niederschlägen, Schnee- und Schmelzwasser zu seinem Wasserreichtum beitragen. Zahlreiche Wasserkraftwerke machen ihn zu einem wichtigen Faktor für die erneuerbare Energieversorgung der Region.
Bei der „Dreiflüssestadt“ Passau mündet der Inn in die Donau. Mit seiner Wassermenge, seinem Geschiebe und seiner charakteristischen grünen Farbe prägt er maßgeblich die Ökologie, das Flussbett und das Erscheinungsbild des größeren Flusses.